Wie die globale Textilwirtschaft sich an die Pandemie angepasst hat

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Wie die globale Textilwirtschaft sich an die Pandemie angepasst hat

Lifestyle (2 / 1) 31.05.2023 23:34 / Tim Symbolbild (Quelle: unsplash.com)


Doch auch die Vorbereitung für die Zeit nach der Pandemie wurden in vielen Fällen nicht vernachlässigt. Weil der neue Normalzustand deutlich mehr Schutz vor Viren und Bakterien erfordert, sind etliche Unternehmen mit Volldampf darauf konzentriert, bessere Materialen und Schutzmöglichkeiten zu entwickeln, die die Rückkehr zum Alltag erleichtern. Während die Masken zum Symbol der Vorsorge geworden sind, werden andere, als selbstverständlich betrachtete Textilien revolutioniert. Das gilt sogar für den Casinobereich, wo Ausrüster Abbiati aus Italien in Zusammenarbeit mit der Schweizer Firma HeiQ neue, antibakterielle Produkte für den Schutz von Spieltischen herstellen. Spezielle Mikrofastertücher mit V-Block-Technologie sind laut den Herstellern bereits unabhängig getestet und als wirksam gegen Coronaviren eingestuft wurden. Für die Zocker und das Casino-Personal bedeutet das, dass sie sich keine Sorgen um Ansteckung durch Spieltische machen müssen, obwohl Online-Casinos und die Möglichkeit, sich vorab im Internet rasch über die besten Boni bei Time2play zu informieren für die meisten Zocker ebenfalls eine attraktive Möglichkeit darstellen.

 

Reinigung, Desinfektion und Belüftung sind und waren im öffentlichen Nahverkehr wirksame Waffen gegen die Ansteckung, aber spezielle Materialien, die eigens mit neu entwickelten, antivitalen Eigenschaften ausgestattet sind, tragen zur Beruhigung innerhalb der Bevölkerung bei.

Doch auch der modische Aspekt in der Textilbranche hat sich mittlerweile zurückgemeldet. Während nach dem ersten Schock in der Quarantäne vor allem Bequemlichkeit und das wohl fühlen in lässiger Kleidung oder gegebenenfalls noch die Zoomtauglichkeit von Oberteilen im Vordergrund standen, gab es bald die ersten Trendsetter. Masken, die von Stars öffentlich getragen wurden, waren rasch ausverkauft. Ob es der Mund-Nasen-Schutz im Leopardenprint wie bei Halle Berry, eine Alter-Ego-Maske wie bei Michelle Williams oder eine Snakeskin-Maske wie bei Heidi Klum war, der gesunde Vorführeffekt machte Mode. Supermodel Naomi Campbell zeigte sich gar mit Maske, Handschuhen und einem Ganzkörperschutzanzug, um beim Fliegen so sicher wie möglich zu reisen.

 

Doch die Covid-Krise hat noch andere Auswirkungen auf Trends. Während kurzlebige Billigmode bei etlichen Kunden den Nachholbedarf am schick machen stillt, sind nicht nur in Deutschland immer mehr Leute stattdessen daran interessiert, dass ihre Kleidung nachhaltig ist.

CO2-Ausstoß, Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter und Rohstoffproduzenten und die Auswirkungen von Jeans, T-Shirt und Sommerkleid auf die Umwelt werden gezielter begutachtet. Immer mehr Modelabel achten darauf, bewusst den Ökoaspekt einzubeziehen. Veganes Leder ist längst raus aus der Nische, aber auch recycelte Polyester und wiederverwertetes Nylon werden zunehmend eingesetzt. Öko-Mode hat längst ihren Weg hinweg von Schlabberlook und Späthippie-Schick gefunden und ist genauso auf dem Laufsteg zu Hause wie auf dem Bauernmarkt. Neue grüne Labels und nachhaltige Kleidung ergänzen die Kollektionen von etablierten Modehäusern, während jüngst gegründete Labels sich von Anfang an auf ein grünes Image konzentrieren, und wenn es nur recycelte Bikinis oder aufgebrezeltes Vintage-Denim ist.

Während die Umsätze in der deutschen Textilindustrie 2020 noch bei 11,8 Milliarden Euro lagen, vielfach die Einsätze nach Ausbruch der Pandemie aber um bis zu 60 Prozent sanken, sehen die Modeunternehmen wieder zuversichtlicher in die Zukunft.

 

Obwohl die schweren Zeiten noch nicht vorüber sind und sich die Ansprüche der Kunden teilweise stark geändert haben, bleibt die Lust am gut aussehen und sich gut fühlen. Und die Unternehmen haben zudem bewiesen, dass sie selbst in Krisensituationen flexibel und verlässlich sind. So manche Innovation ist aus Notlagen heraus entstanden, und wenn es nur neue Technologien sind, die alltägliche Materialien zur Rüstung vor schweren Krankheiten werden lassen. Vorsorge kommt nie aus der Mode.