Der Siegeszug des Onlinepoker

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Der Siegeszug des Onlinepoker

News (1 / 1) 31.08.2022 23:37 / Frank


Auch wenn der ganz große Pokerboom mittlerweile etwas abgeebbt ist, so zählt das Spiel immer noch zu den beliebtesten in ganz Deutschland. Innerhalb kurzer Zeit ist es gelungen, das Pokerspiel aus den dunklen Hinterzimmern fragwürdiger Etablissements herauszuholen, wo halbseidene Gestalten Haus und Hof verzockt haben. Pokern ist dank eines geschickten Marketings und namhafter Werbeträger wie Boris Becker, Neymar oder Rafael Nadal salonfähig geworden. Große Turniere mit den besten Spielern der Welt wurden regelmäßig im Fernsehen übertragen. Diese Formate sind für den Zuschauer ganz besonders attraktiv, da eine Kamera unter dem gläsernen Tisch die Karten aller Spieler offenlegt und der Beobachter so über alle Informationen verfügt, die die Spieler am Tisch nicht haben.

Glücks- oder Geschicklichkeitsspiel?

Doch trotz der Werbung durch Promis scheint der schlechte Ruf der Vergangenheit dem Spiel in gewisser Hinsicht immer noch anzuhängen. Denn nach wie vor ist Pokern als Glücksspiel klassifiziert und unterliegt so strengen gesetzlichen Vorschriften, während an norddeutschen bzw. bayerischen Stammtischen jeden Freitag völlig unreguliert fleißig Skat oder Schafkopf gezockt wird. Vereinfacht betrachtet wird ein Spiel dann als Glücksspiel eingestuft, wenn der Ausgang der Partie ganz oder überwiegend vom Zufall abhängt. Doch auch wenn beim Pokern nicht alle Karten ausgespielt werden und es natürlich eine Glückssache ist, welche Karten einem zugeteilt werden, so zeigt sich in durchgeführten Studien sehr wohl, dass die Qualität der Spieler zu einem erheblichen Anteil Auswirkungen auf das Resultat hat. Je mehr Partien gespielt werden, desto mehr neigt sich das Pendel zu Gunsten der guten Spieler. Wenn es ein reines Glücksspiel wäre, so gäbe es auch keine Profispieler, die Millionen damit verdienen.